Vorbereitungen zur ersten Probenwoche
Nach wenigen Stunden Schlaf (wie an einem Tag nach Silvester vorhersehbar) erreichte ich am frühen Nachmittag den Bahnhof in Lutherstadt Wittenberg. Markus erwartete mich bereits und mit dem Auto ging es weiter nach Annaburg, dem Ort des ersten Schauspielprobenblockes. Nach der Ankunft bastelten Markus und ich eine Miniversion des Schauspielhauses aus Pappe, begannen die ersten Aufnahmen für die filmische Dokumentation der Entstehungsgeschichte von „ZeitenWände“ und überarbeiteten noch einmal Textpassagen des Theaterstückes. Dabei beklagte sich Markus mehrmals dass Robert Johannes und ich viel schönere Texte sprechen dürfen als er selbst. Zur Strafe durfte Markus gleich einmal Passagen seiner Henkerrolle vorspielen. Seine Textsicherheit ließ aber noch arg zu wünschen übrig. Nach drei Kannen Kaffee und diversen Veränderungen und Regieergänzungen im Skript gönnten Markus und ich uns ein Glas Rotwein. Wir erwarteten um 21 Uhr unser Ensemble im Elternhaus von Markus zur zweiten Leseprobe und Besprechung der ersten Probenwoche. Wir erstellten einen Requisitenplan und Markus und ich klärten ab, wer sich um was noch bis zur zweiten Probewoche im Februar kümmern muss.
Oswald Henke
