Zweite Probenwoche
Neue, zweite Probenwoche: Das hieß für alle, erst mal einige textliche Überrasch…Nein, Moment!! Das hieß es natürlich nur für mich! Denn ich war ja der Einzige, der die erste Probenwoche zeitiger (sehr viel zeitiger um genau zu sein) verlassen musste.
Also: Neue, zweite Probenwoche: Das hieß für MICH, erst mal einige textliche Überraschungen zu erleben! Relativ viel wurde verändert, umgeschrieben oder noch mal neu bedacht – und sogar eine neue Szene gab es! So sollte es auch schließlich die gesamte Woche über weitergehen. Probenarbeit heißt eben auch Arbeit am Text. Ab und an wurde der noch nicht perfekt auswendig rezitiert, was manchmal lohnenswert war, denn er wurde ja noch mal umgeschrieben, was manchmal aber auch sehr mies war, denn er wurde zum Proben benötigt, nicht mehr umgeschrieben. Und das Fehlen des Textes hielt natürlich unnötig auf. Aber keine Sorge. Das ist normal! Auch für mich wird es weitaus interessanter: Zum einen habe ich mehr kleine Minirollen als je zuvor, die einmal mehr einmal weniger blutig ausfallen… zum anderen wurde es noch spannender meiner Funktion als Co-Regisseur nachzukommen. Denn im zweiten Akt fand auch Oswald mehr Gefallen am Spielen, was unweigerlich dazu führte, dass er nicht mehr komplett selbst inszenieren konnte. Harte und vor allem lange Probentage hatten natürlich zur Folge, dass man abends relativ ausgelaugt beim Abendbrot zusammen saß (bei teilweise grandiosem Essen!) und den Tag wie gehabt Revue passieren ließ…danach folgte dann oft der unterhaltsame Teil des Abends, Spiele, Filme, etc. pp…
Hier war mein Favorit ganz klar: „Populärmusik aus Vittula“. Ein kleiner schwedischer Film, der einen großen Eindruck hinterlässt…
So gingen die Probentage voran bis es wieder Samstag war. Die Außenwelt vom Sturmtief Emma gezeichnet, hieß es vorerst (für etwa einen Monat) Abschied nehmen.
In der darauf folgenden Woche fand nochmals, kurz vor meiner Abreise nach Erlangen, ein kleines Treffen mit Markus statt. Dieser, pünktlich nach den Proben erkrankt, kam auf ein Bier und zum grandiosen Schalker Champions League Erfolg vorbei… Doch da gab es noch was…nämlich den Molton-Minister! Aber davon später mehr…
Und, … ach so…weshalb eine „ziemlich hoch, das Ganze?!“?? – Nun, „Zeitenwände“: Überlegt mal selbst!
Mario Matthias
