Treffen in Leipzig
Nach der äußerst amüsanten, aber auch etwas von Nervenkitzel geprägten Autofahrt, auf Grund so mancher Kommentare unseres Kraftfahrers wie: „ich mag Autofahren nicht“, „ich hasse Autobahnen“ – (dreiviertel der Strecke war Autobahn) und „vor allem Auto fahren bei Regen ist nicht so meins“ – (es regnete fast die gesamte Fahrt). hat uns der liebe Oswald doch gut und heil von Bayreuth nach Leipzig, dem Zielort unseres ersten Treffens, geleitet. Dort angetroffen, fiel uns auch gleich Markus in die Arme und nach einiger Zeit schaffte dann auch Johannes den Weg zu uns, heraus aus seinem „Gratisparkplatz“, welcher verantwortlich war, für sein leicht verzögertes Antreffen. Somit waren wir für dieses erste Treffen vollzählig und die Reisegruppe „Zeitenwände“ begab sich, nach einem kurzen, ohne gebackene Bahnen versehnen, Zwischensnack beim Asiaten, zu den „Brettern die die Welt bedeuten“, und zwar zu denen des Leipziger Schauspielhauses. Dort erhielten wir dann einen kleinen Einblick hinter die Kulissen, zwecks Bühne, Technik, Licht etc.. Im Anschluss besorgten wir uns noch Karten für „Medea“, was dann den Tag ausklingen lassen sollte und uns gleichzeitig einen Einblick aus der Zuschauerperspektive gewähren sollte. Doch bis zum Beginn hatten wir noch zwei Stunden Zeit, welche natürlich gleich effektiv ausgenutzt wurde. Somit eilten wir in windesschnelle über den schönen Leipziger Weihnachtsmarkt, ohne diesem auch nur eines Blickes zu würdigen, in das kleine, aber feine Zimmer 618 (wenn ich mich richtig erinnere) im Ibis-Hotel, in welchem unsere Regie nächtigte, um dort eine erste Leseprobe abzuhalten. Nicht allein dieses Stück zu lesen, sondern in den entsprechenden Rollen, vermittelt einem eine viel stärkere Intensität und wirkte gleich ganz anders. Das gab mir noch mal einen Einblick darauf, auf was ich mich da wirklich einlasse. Nein, quatsch, ich freu mich wirklich sehr auf die Arbeit an diesem Stück, seine Entwicklung und Vollendung mit dem Auftritt im Schauspielhaus. Diese Möglichkeit wird einem nicht alle Tage geboten und ich bin sehr dankbar dafür. Ich bin gespannt! Ja, nach intensiver Leseaktion, noch kurz einen Glühwein geschlürft und ne Bratwurst geknackt und dann ab ins Theater (wo wir mit Erschrecken feststellen mussten, wie wenig Leute noch den Weg dorthin finden). Nach drei Stunden antiker „Emanzipation“ war ich dann doch etwas erschlagen und reif mir etwas Schlaf zu gönnen. Das Stück auf der Bühne zu sehen, auf welcher man in 5 Monaten selbst steht, hat, bezogen auf unser Projekt, auf jeden Fall noch mal einen großen Erfahrungswert mit sich gezogen, sich der Ausmaße bewusst zu machen, hinsichtlich Akustik, Größe, Wirkung etc., Aspekten, denen wir dann später auch ausgesetzt sind. Alles in allem fand ich unser erstes Treffen sehr: hilfreich, nützlich, wichtig, amüsant, schön, lecker (siehe Markus Schokobons) und es machte neugierig auf mehr und ich freu mich sehr auf unsere gemeinsame Zusammenarbeit!
Karoline Metzker
